Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine äußerst präzise Bildgebungsuntersuchung mit vielseitiger Anwendung. Welche Indikationen gibt es für ihre Durchführung und was sollte man über diese Untersuchung wissen?
Was ist die Magnetresonanztomographie und wie funktioniert sie genau?
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine Untersuchungsmethode zur Diagnose von Erkrankungen im Bereich des Nervensystems. Am häufigsten wird die MRT des Kopfes durchgeführt, die aufgrund ihrer hohen Auflösung eine präzise Darstellung der Gehirnstrukturen ermöglicht. Ein weiteres häufiges Verfahren ist die MRT der Wirbelsäule, die Veränderungen im Bereich des Rückenmarks (z.B. Entzündungen, tumorartige Veränderungen) aufzeigt. In der Regel wird dabei eine MRT mit Kontrastmittel durchgeführt. Während dieser Untersuchung nutzt der Arzt ein Gerät, das ein starkes Magnetfeld erzeugt, welches die im menschlichen Körper vorhandenen Wasserstoffprotonen anregt. Die von ihnen ausgesendeten Wellen werden vom Gerät empfangen und in ein Bild umgewandelt, das auf dem Computermonitor angezeigt wird.
Wann wird eine Magnetresonanztomographie am häufigsten durchgeführt?
Die MRT dient zur Darstellung des Muskel- und Skelettsystems, insbesondere der Wirbelsäule und der sie umgebenden Bereiche. Sie ist auch hilfreich bei der Diagnose von Tumoren und Entzündungsprozessen. Sie stellt auch die Herzhöhlen, den Herzmuskel und die Blutgefäße sehr gut dar. Indikationen für ihre Durchführung sind unter anderem:
- degenerative Erkrankungen,
- Tumoren des Wirbelkanals,
- Entmarkungskrankheiten,
- Hirntumoren,
- neurologische Störungen unbekannter Herkunft,
- nachbestrahlungsbedingte Veränderungen im zentralen Nervensystem,
- anatomische Beurteilung der Strukturen des Wirbelkanals,
- Beurteilung der Strukturen in der Nähe der Hypophyse, des hinteren Teils der Schädelhöhle, der Augenhöhle,
- Verletzungen des Weichgewebes,
- Weichteiltumoren,
- Prostatakrebs bei Männern,
- Krebs der Geschlechtsorgane bei Frauen,
- Lungentumoren, die in die Brustwand eindringen,
- Erkrankungen der großen Gefäße,
- Herztumoren.
Wie verläuft eine Magnetresonanztomographie?
Während der Untersuchung muss sich der Patient auf einen Tisch legen, der dann in den Tunnel eingefahren wird. Hier befindet sich das Zentrum des MRT-Scanners. Wichtig ist, dass sich der Patient während der Untersuchung nicht bewegen darf. Bei Bedarf kann er Ohrstöpsel verwenden. Die Untersuchung dauert in der Regel zwischen 10 und 90 Minuten. Manchmal wird dem Patienten vor der Untersuchung auch ein Kontrastmittel verabreicht.
Muss man sich speziell auf diese Untersuchung vorbereiten und ist sie sicher?
Die Magnetresonanztomographie ist vollkommen sicher, da sie keine schädliche Strahlung erzeugt. Sie erfordert auch keine speziellen Vorbereitungen. Soll dem Patienten vorab ein Kontrastmittel verabreicht werden, muss er nüchtern zum Termin erscheinen und darf mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung keine Flüssigkeiten zu sich nehmen. Vor der MRT müssen alle Uhren, Ohrringe und sonstigen Schmuck abgelegt werden. Der Patient muss auch daran denken, folgende Dinge mitzubringen: Personalausweis, Überweisung, frühere Diagnoseergebnisse, aktuellen Kreatininwert im Blut, das Gesundheitsbuch (für Minderjährige) und den Entlassungsbrief aus dem Krankenhaus (bei früherer Hospitalisierung).


