Chirurgisches Nahtmaterial ist ein grundlegendes Element der Ausstattung von Arztpraxen und Krankenhausabteilungen. Angepasst an die Art des Eingriffs ermöglicht es, innere und äußere Wunden, die durch Unterbrechung der Gewebekontinuität und ihrer tieferen Schichten entstanden sind, effektiv zu versorgen. Richtig angelegte chirurgische Fäden vereinen das unterbrochene Gewebe und beschleunigen den Heilungsprozess der Wunde. Das Anlegen von Nähten erfordert jedoch von einem Spezialisten präzise Bewegungen und die Fähigkeit, das Produkt an die genähte Stelle anzupassen. Welche Arten von Nähten gibt es? Wodurch zeichnen sich chirurgische Fäden aus und welche Anwendung finden sie in der Medizin? Wir geben Hinweise!
Grundlagen des chirurgischen Nähens – alles, was Sie wissen müssen
Mit der Entwicklung der Medizin begannen Fachleute, Nahtmaterialien von höchster Klasse mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse zu liefern. Chirurgischer Faden ist jedoch nicht gleich Faden, was die Entscheidungsfindung nicht erleichtert. Innovative Nahtmaterialien, die derzeit in medizinischen Großhandlungen gefunden werden können, müssen an die Art des Eingriffs angepasst werden. Abhängig von den Bedürfnissen werden daher chirurgische Nähte unterschiedlicher Dicke sowie aus natürlichen oder synthetischen Materialien verwendet. Eine grundlegende Unterscheidung in diesem Fall ist jedoch ihre Absorbierbarkeit. Chirurgische Fäden können in resorbierbare und nicht resorbierbare Nähte unterteilt werden, die bei anderen medizinischen Verfahren verwendet werden.
Das ausgewählte Nahtmaterial darf natürlich nicht das beschädigte Gewebe traumatisieren. Es wird daher empfohlen, Fäden von möglichst geringer Dicke zu verwenden, die gleichzeitig das mit ihrer Hilfe verbundene Gewebe ohne die Gefahr des Reißens während der Genesung halten. Worin unterscheiden sich resorbierbare von nicht resorbierbaren Fäden?
Resorbierbare Nähte – Anwendung
Chirurgische resorbierbare Fäden, auch als resorbierbare Nähte bezeichnet, werden überall dort eingesetzt, wo kein Risiko einer übermäßigen Belastung des Gewebes besteht. Fachleute verwenden sie am häufigsten bei augenärztlichen, geburtshilflichen, urologischen oder HNO-Operationen sowie bei Eingriffen im Bereich der ästhetischen Medizin. Sie hinterlassen keine unschönen Narben, und eine Entfernung ist nicht notwendig. Resorbierbare Nähte beginnen mit der Zeit, sich im Bereich des zuvor beschädigten Gewebes biologisch abzubauen, wodurch die Genesungszeit für den Patienten verkürzt wird. Zweifellos bieten resorbierbare Fäden eine ausgezeichnete Alternative zu traditionellen Nähten und tragen zum Komfort aller Patienten bei. Obwohl das Entfernen von Nähten schmerzlos ist, kann es mit erheblichem Unbehagen verbunden sein.
Wann verwenden wir resorbierbare Fäden? Vor allem während chirurgischer Eingriffe, bei denen es nicht notwendig ist, das Gewebe lange zu stützen. Abhängig von ihrer Position können sie sich innerhalb von einigen bis zu mehreren Wochen auflösen.
Nicht resorbierbare Nähte – Anwendung
Entgegen der landläufigen Meinung können resorbierbare chirurgische Fäden traditionelle Nähte nicht vollständig ersetzen. Ob
wohl sie sowohl für den Spezialisten als auch für den Patienten sehr bequem sind, eignen sie sich nicht für Gewebe, das eine dauerhafte und starke Verbindung benötigt, da es beschädigt werden könnte. Nicht resorbierbare Fäden als medizinisches Produkt finden daher breite Anwendung in der Orthopädie und Herzchirurgie. Sie sorgen für eine stabile Verbindung des beschädigten Gewebes und Sicherheit bei der Anwendung.
Nicht resorbierbare chirurgische Nähte zeigen eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigungen und die Einwirkung von Körperflüssigkeiten des Patienten. Hergestellt aus Polyamid, Polyester oder Seide, verbinden sie effektiv das Gewebe und seine tieferen Schichten, ohne dabei das Gewebe zu traumatisieren. Aufgrund des Materials ihrer Herstellung verhindern nicht resorbierbare Nähte auch die Ansammlung von Mikroorganismen im Bereich der Wunde.
Zum Nähen von Wunden werden auch Pinzetten, chirurgische Klemmen sowie schneidende und stechende Nadeln verwendet. Falsch ausgewählte chirurgische Zubehörteile können jedoch zur Entstehung einer unschönen Narbe oder einer Infektion führen. Daher sollte der Spezialist die Werkzeuge entsprechend der ärztlichen Kunst unmittelbar vor Beginn des geplanten Eingriffs anpassen.


